Angestoßen durch die Stilllegung der Heilig Geist-Kirche im Ortsteil Königswinter-Römlinghoven und die damit verbundene Unsicherheit über die Zukunft des Gebäudes, hat sich innerhalb der Nachbarschaft ein partizipatives Engagement der Anwohner entwickelt, das in 2024 zur Gründung des Vereins Römlinghovener Kulturraum e.V. führte. Der Verein strebt an, einen öffentlichen Raum des sozialen Miteinanders, des kulturellen Austausches und der demokratischen Gestaltung für die Bürgerschaft zu etablieren – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche.

Zur Historie des Kirchengebäudes
Das Gebäude der Pfarrkirche Heilig Geist in Römlinghoven wurde in der 1960er Jahren nach den Plänen des Architektenehepaares Walter erbaut und am 13.06.1965 geweiht. Jahrzehntelang diente die Kirche der Pfarrgemeinde unter anderem als Ort des Gebets, des Feierns, der Trauer oder einfach als Ort der Geborgenheit und inneren Ruhe. Aufgrund der stetig sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder entschloss sich das Erzbistum Köln vor einiger Zeit, die Kirche als Gotteshaus aufzugeben. Inzwischen ist der Betrieb der Kirche als Gotteshaus vollständig eingestellt.

Derzeit ist der Verein mit der Kirche, mit der Stadt Königswinter und verschiedenen Förderinstitutionen im Gespräch, ob und in welcher Form die Kirche als Kulturraum genutzt werden kann. Auch Alternativen im Ort werden diskutiert.

Es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Aber wir bleiben dran. Und natürlich benötigen wir hierzu Eure Unterstützung. Meldet Euch, wenn Ihr die Vereinsziele genauso gut findet und mit anpacken wollt. Es gibt immer etwas zu tun. Oder werdet einfach Mitglied im Verein und unterstützt unsere Arbeit durch Euren Spendenbeitrag.

Wir freuen uns auf Euch und Euer Engagement!

Der Vorstand

Die Ziele

Der Verein Römlinghovener Kulturraum e.V. strebt an, aus dem Kirchengebäude der Heilig Geist-Kirche unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes einen Dritten Ort des sozialen Miteinanders, des kulturellen Austausches und der demokratischen Gestaltung für die Bürgerschaft in Königswinter und insbesondere im Stadtteil Römlinghoven zu erschaffen und zu erhalten.


Der Verein verfolgt laut Satzung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der Zweck des Vereins ist gemäß § 52 Absatz 2 die Förderung:

  1. der Demokratiebildung, Mitbestimmung und Teilhabe;
  2. der Jugend- und Altenhilfe;
  3. von Kunst und Kultur;
  4. des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege;
  5. der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe;
  6. internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens;
  7. der Heimatpflege, Heimatkunde und der Ortsverschönerung;
  8. des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke.

Die Gemeinnützigkeit steht im Vordergrund, nicht die Gewinnerzielung. Wir verfolgen ein offenes Nutzungskonzept, das darauf abzielt, die Heilig-Geist-Kirche für die Gemeinde und den Stadtteil lebendig zu halten und eine Vielzahl von Interessen abzudecken. In der Heilig-Geist-Kirche sollen verschiedene Veranstaltungen stattfinden, um die Kirche als Ort der Begegnung und des Austauschs zu etablieren. Folgende und weitere Ideen für die Nutzung wurden auf dem Nachbarschaftsfest gesammelt:

  • Konzerte: Musikveranstaltungen unterschiedlichster Genres, von klassischer Musik bis hin zu modernen Bands
  • Theateraufführungen: Inszenierungen von lokalen Theatergruppen oder Gastspielen
  • Kunstausstellungen: Präsentationen zeitgenössischer Künstler, die die Kirche als Galerie nutzen
  • Lesungen: Buchvorstellungen oder Lesungen von Autoren, die in der Gemeinde oder Region verwurzelt sind
  • Workshops: Kreative Workshops, wie Mal- oder Fotokurse, die von Mitgliedern des Vereins oder externen Fachleuten geleitet werden
  • Sportliche Aktivitäten: Kurse wie Yoga oder Tai-Chi, die in einem ruhigen und inspirierenden Umfeld stattfinden
  • Religiöse Veranstaltungen: Bibelstunden oder interreligiöse Dialoge, um den spirituellen Austausch zu fördern
  • Bürgersprechstunden: Veranstaltungen, die den Austausch zwischen Bürgern und lokalen Entscheidungsträgern ermöglichen
  • Gastronomische Events: Pop-up-Restaurants oder kulinarische Veranstaltungen, die lokale Küche und Gemeinschaft fördern
  • Behutsame Aktivierung des Außengeländes durch gärtnerische Gestaltung
  • Stadtraum Interventionen als temporäre Aktionen